33 Dinge, die moderne Väter endlich kapieren sollten

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May 9, 2013 by Julian Hartmann

Schon klar, Väter haben’s nicht leicht. Aber einige Regeln sollten längst klar sein. Möchte man meinen. Hier meine ultimative Liste.

  1. Habt Gnade mit eurem Baby und nennt es nicht Grace.
  2. Lübbert und Wubke sind auch keine Lösungen.
  3. Es gibt Namen, die kommen Emma wieder.
  4. Andere sterben (Kl)aus.
  5. Sprich normal mit deinem Kind, haddu verstanden?
  6. Die Babysprache auf deine Beziehung zu übertragen, ist so erotisch wie Sex mit einem Schnuller im Mund.
  7. Frag dein Kind niemals: „Was willst du? Sag mir, was du willst!“ (woher sollte der Wurm die Antwort kennen, deine Frau weiß sie noch immer nicht). 
  8. Präpotentes Dahergerede kannst du dir ebenfalls sparen. Sätze wie „Ein Schuss, ein Treffer“ outen dich schnurstracks als Testosterontoni.
  9. „Wir sind schwanger“ sollte dir auch nie über die Lippen gehen (Foto via http://www.flickr.com/photos/aspirin_19/4017029472).
  10. Jugendsprache zu imitieren, um bei Kindern zu punkten, ist keine gute Idee (lass mal lieber stecken, du Stuhl!).
  11. Nie vergessen: Ein Kind ist ein Wunder (auch wenn du manchmal dein blaues Wunder erlebst.
  12. Übt euch in Geduld und buddhistischer Gelassenheit (Herrschaftszeiten, kruzifix, was haben die Rotzlöffel jetzt wieder angestellt?).
  13. Den Sohn schon vor der Geburt beim Lieblingsfußballverein anzumelden, erschließt sich den meisten Partnerinnen nicht auf Anhieb (mach es heimlich).
  14. Vater zu sein bedeutet nicht, rund um die Uhr im Jogger herumlaufen zu dürfen (lasst euch nicht gehen, sonst wird sie gehen).
  15. Plötzlich Eltern zu sein rechtfertigt nicht den Partnerlook (weder mit der Frau noch mit dem Kind).
  16. Den fürsorglichen Daddy zu spielen, um fremden Frauen zu imponieren, ist mies (funktioniert aber).
  17. Erzieht eure Kinder gleichberechtigt und emanzipiert (oder wollt ihr, dass euch später Machos und Zicken nicht besuchen?).
  18. Überlasst die Erziehung nicht euren Frauen (es muss ja nicht samstags um 15.30 Uhr sein).
  19. Grenzen sind dazu da, gesetzt zu werden.
  20. Sei Kumpel, Vertrauter und Autoritätsperson in einem (sind wir nicht alle gespaltene Persönlichkeiten?).
  21. Nehmt euch ein Beispiel an den meisten Müttern und lasst euch nicht für Selbstverständlichkeiten feiern.
  22. Schon gehört? Elternzeit geht auch für Väter.
  23. Spielen und Herumalbern ist super, aber Wäschewaschen, Hinterherwischen und Windelnwechseln sind auch Jobs, die zu tun sind.
  24. Teenager aus Social Media-Netzen ausschließen zu wollen, ist so wirkungsvoll wie das Anstupsen bei Facebook. Daumen runter!
  25. Geh lieber mit gutem Beispiel voran und stelle nicht jeden Schnappschuss deiner Kleinen ins Netz.
  26. Häng Fotos deiner Kinder lieber an die Wohnungs- als an die virtuelle Pinnwand.
  27. Nein, der Buchmarkt braucht kein weiteres Selbsterfahrungsbuch.
  28. Nein, auch keine Satire (außer vielleicht die: Mein unerhörter Versuch, kein Vaterbuch in der Elternzeit zu schreiben). 
  29. Sorry, den Titel „Wickelpedia“ gibt es bereits.
  30. „Stillleben“ ist auch schon vergeben.
  31. Zu viel Liebe gibt‘s nicht.
  32. Sei ein Vater, keine Fata Morgana (ein feines Wortspiel von Bosse).
  33. Yo, ihr schafft das!

11 thoughts on “33 Dinge, die moderne Väter endlich kapieren sollten

  1. Yeah!! That’s fun, really, some of the roules are.
    And specially the one that tells dad not to say it every time he does something “I’ve changed the baby’s clothes!”, yes, the mother does it all day when you’re at work, does she scream how many things she has done for the kid all day long??? Noooooo!!!! So stop it, Dad, it’s natural to do stuff at home for your kid, not just play and showing off you’re a great dad!!

  2. wauzi says:

    “Die Babysprache auf deine Beziehung zu übertragen, ist so erotisch wie Sex mit einem Schnuller im Mund.”

    Kann ich nicht bestätigen. Vertraute Insidersprache macht den Sex erst richtig lustig und frei von dem Schwachsinn, dem pseudodramatischen Gestöhne der TV- & Hollywood-Welt hinterherzuspielen mit dem doch eher etwas ernüchternden Wissen darum, daß das jetzt grad ne beiderseitige Show war. Letzteres macht ganz am Anfang einer Beziehung sicher Sinn, weil der neue Partner lieber die Standardshow geniesst, als sich auf was eventuell Abartiges einzulassen. Mit der Zeit sollte aber jedes Paar genau seine maßgeschneiderte Bettkommunikation finden. Beim den einen ist das S/M, bei anderen was Anders. Wenn das an Babysprache erinnert, auch o.k. solange es sich für Beide ehrlich anfühlt. Auch alle anderen Erwachsenen sind im Bett Babys. Den Unterschied zwischen dem offiziellen uh-seufz-öh-öh und babybussi-dulliwulli-bumsifick-juhu kann nur der erkennen, der sich seine Individualität auch in anderen Aspekten unhinterfragt vom gesellschaftlichen Gruppenzwang stehlen lässt.

    • Julian Hartmann says:

      Nichts gegen eine eigene Welt mit individueller Sprache, voller Insider und vertrauter Kommunikation. Dennoch: Inwiefern Babysprache sexy sein soll, davon muss mich erst mal eine(r) überzeugen. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren …

  3. wauzi says:

    Man wird niemanden davon überzeugen können, und schon gar nicht müssen, der das eben nicht sexy findet. Andere sehen das aber anders. Die Welt ist rund.

    Ganz generell zum Blog, hab jetzt ne Stunde quergelesen: mich erinnert das Ganze doch sehr an ne modische/feuilletonistische Soft-Variante des pick-up (in dem fall stay-together) mit all diesen do-and-don’t-Listen und Verhaltens-Ratgebern fürs männliche Individuum. pick-up blogs sind aus sicht eines natural immer amüsant zu lesen, aber 2013 sicher nicht wirklich der Ausweg aus der Genderkrise, sondern eher sooo 2008😉
    die tatsächlichen Probleme müssen gesellschaftlich im Parlament, bei der Richterschaft, auf der Strasse etc. gelöst werden. Es ist und war schon immer ein schöner Gedanke, daß wenn nur alle Einzelnen sich gut verhalten, dann auch das Gesamtsystem gut wird. ist und war aber auch schon immer eine schöne Utopie. In der Praxis muss auf tatsächliche Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung für beide Seiten hingearbeitet werden, damit sich niemand mehr auf die Lücken im Gesetz, alte patriarchalische Gesetze oder übereifrige neue Gendergesetze berufen kann und sich so juristisch auf der überlegenen Seite sieht, in Fällen wo jedem klar ist, das ist zwar nicht gerecht, aber solang es mich bevorteilt, wär ich doch blöd, wenn…
    wenn dieser Gerechtigkeitszustand erreicht würde, würde das vielen Konflikten den Treibstoff entziehen. keine Angst Zicken und Machos wird’s dann trotzdem noch geben, ist bei vielen einfach (& zum Glück der Artenvielfalt) unabänderbar angeboren.

    • Julian says:

      Danke für dein Interesse am Blog und deine Ausführungen.

      Was ich jedoch vermisse, ist das Augenzwinkern. Ich sehe mein Blog als inspirierende Unterhaltung und zu keiner Zeit als Verhaltensratgeber. Ich setze verschmitzte Impulse zu einem zeitlosen Thema. Nicht mehr, nicht weniger. Ob meine Themen in der öffentlichen Wahrnehmung 2008, 2009, 2010 oder 1956 heißer Scheiß waren, ist mir herzlich wurscht.

      Und wenn ich mit meinen Beiträgen, die keiner lesen muss, aber jeder (kostenlos) kann, wenn ich damit den einen oder anderen nicht nur gut unterhalte, sondern auch noch ein wenig zum Nachdenken über seine Rolle als Mann bringe, habe ich mehr gewonnen als viele bierernste Ratgeber, die eh keiner ernst nimmt. Und die noch nicht mal witzig sind.

      So, jetzt aber weitermachen …

      • wauzi says:

        oh, wollt dich nicht kritisieren, nur auch meinen senf dazu abgeben. hab mich schon köstlich amüsiert, sonst wär ich nicht so lang verweilt…😉

      • Julian Hartmann says:

        Keine Sorge, jeder darf und soll hier seinen Senf dazugeben. Und gegen fundierte Kritik mit reifen Gedanken, wie sie von dir formuliert wurden, habe ich überhaupt nichts einzuwenden. Im Gegenteil.

  4. wauzi says:

    und das Problem auf individueller Ebene ist doch: wer mit seiner bisherigen Art bzw. Verhalten gegenüber Frauen Mißerfolge erlitten hat, bzw. nicht gelernt hat diese sinnvoll zu bewältigen und/oder daraus zu lernen, dem werden jetzt auch nicht unbedingt 20 Tipp-Listen helfen? Sollten Sie helfen, weil jemand das alles liest und sich denkt ” ach soo, jetzt versteh ich die Frauen, so soll ich also ab sofort sein..” dann is für en eh Hopfen und Malz verloren, der wird niemals ein Alpha, egal wie gut er versucht eins nachzuspielen.

  5. wauzi says:

    und zu guter letzt der Kreis zum Anfang zurück, dann geb ich wieder Ruhe: Der echte Alpha darf auch in Babysprache kommunizieren, wenn ihm danach ist, weil es ihm schlicht egal ist, was Andere inklusive Frauen davon halten. Friß oder stirb. der Fünften gefällt es und dann passts…

  6. goldwaescher says:

    Manche sind ja ein bißchen lustig.
    Die Manie, typisch Deutsch, anderen vorschreiben zu wollen, was sie zu tun/ zu lassen / zu kapieren hätten, scheibt mir die unterdrückt faschistische Variante des Testosteron- Tonis zu sein.
    Schlag nach bei Erich Fromm: “Der autoritäte Charakter”

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